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QUERDENKEN – das Projekt

Das Potential Europas liegt in seiner beständig wachsenden kulturellen Vielfalt. Um dieses Potential auszuschöpfen, bedarf es innovativer Ansätze zum Umgang mit Diversität in allen Lebensbereichen.

Ziel dieses Projekts ist es, möglichst viele Jugendliche und Erwachsene in 24 europäischen Ländern durch kreative, grenzüberschreitende Interaktionen und innovative Konzepte, angesiedelt im Spannungsfeld von Kunst – Neue Medien – Bildung – gesellschaftliches, soziales Umfeld – Community, zur Förderung des interkulturellen Dialogs entwickeln und aktiv erleben zu lassen.

Das Projekt vernetzt, bündelt und ist zugleich ein Motor für grenzüberschreitende Schulprojekte, Workshops mit KünstlerInnen, den Wissensaustausch zwischen Schule und Community, und für lokale und regionale Veranstaltungen (z.B. „Lange Nacht des interkulturellen Dialogs“ in Museen). Sprachliche, soziale und kulturelle Vielfalt gemeinsam zu erleben und zu reflektieren steht im Mittelpunkt aller Projektaktivitäten, welche das Bewusstsein für die Bereicherung durch unterschiedliche Perspektiven im Dialog zulassen, fördern und kreativ umsetzen.

Die rund 1.500 direkt Beteiligten sind Jugendliche zwischen 15 und 20 Jahren, Eltern, Lehrende, Schulbehörden, regionale und lokale Behörden, ExpertInnen, VertreterInnen von Kulturinstitutionen, KünstlerInnen und auch MigrantInnenorganisationen. Teilnehmende Länder sind neben 19 EU-Mitgliedstaaten auch Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Russland und die Türkei. Die Einbindung der Westbalkanländer ist ein wichtiger Beitrag zum EU-Integrationsprozess. Eine intensive Zusammenarbeit erfolgt mit der slowenischen EU-Ratspräsidentschaft, insbesondere bei der Durchführung des partizipativen Jugendtreffens im Mai 2008 sowie mit dem österreichischen Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur.

Das Projekt baut auf bestehenden Netzwerken und Initiativen im Kunst-, Kultur- und Bildungsbereich auf und erweitert diese. Es wurde ein sektorübergreifender Ansatz gewählt, um durch die Verbindung von Bildung, Kultur und dem informellen Jugendbereich Synergien zu schaffen, die Nachhaltigkeit sowie eine Perspektive für Follow-ups gewährleisten, insbesondere während des geplanten EU-Jahres der Kreativität und Innovation 2009.

QUERDENKEN läuft in zwei Phasen ab:

  1. Themenprojekte ab 2007: Projekte mit abgestimmten Konzepten und bereits fixierten Partnerschaften zwischen Schulen, Kulturinstitutionen, NGOs und Behörden. Diese Dachprojekte laufen bereits 2007 an und haben eine mehrjährige Laufzeit in 5 Ländern inkl. Westbalkan, Finnland und Russland. Sie setzen Projektschwerpunkte in den Themenbereichen „Interkultureller Dialog“, Innovation und Kreativität, und bringen wertvolle Erfahrungen, Know-how und Ergebnisse ein.
  2. Offene Projekte ab 2008: ca. 12 neue Crossborder-Schulprojektteams in allen EU Mitgliedsländern werden etabliert und erarbeiten gemeinsam mit KünstlerInnen innovative Konzepte zum Umgang mit kultureller Vielfalt.

Die Hauptaktivitäten umfassen:

  • 2007: Aufbau von neuen grenzüberschreitenden Teams für die Offenen Projekte und Start der Themenprojekte
  • Jänner 2008: Kick-off Event in Wien mit 100 Jugendlichen der Offenen Projekte, bei dem Themen gewählt und Projekte geplant werden
  • Jänner-Mai 2008: intensive Arbeitsphase zur Entwicklung und Durchführung der gemeinsamen grenzüberschreitenden Schulprojekte in 24 Ländern
  • Mai 2008: Dialoguing Youth-Event in Graz-Seggauberg und Maribor: Erfahrungsaustausch und Projektpräsentationen der Teams, spezielle Kulturvermittlungsprojekte in der „Langen Nacht des interkulturellen Dialogs“ in Grazer Museen für 300 Jugendliche und Erwachsene, Führungen durch Maribor mit slowenischen Jugendlichen als Buddies (Methode des Sozialen Lernens), Podiumsdiskussion und World-Café mit PolitikerInnen, KünstlerInnen und Wirtschaftstreibenden
  • Herbst 2008: Dokumentation, Vorbereitung und Strategieentwicklung für das EU-Jahr der Kreativität und Innovation

Die Zusammenarbeit und der Austausch der ProjekteilnehmerInnen erfolgt vor allem über Aktivitäten auf der Website (blogs, e-votings) – ein Arbeitsmittel des Projektes, das Dialog, Erfahrungs- und Informationsaustausch ermöglicht.

Der Einsatz künstlerischer Methoden fördert die interkulturelle Handlungskompetenz und stärkt die Fähigkeit und den Mut der (jungen) Menschen, beim Management kultureller Vielfalt neue Wege zu beschreiten. Die eingesetzten Methoden zielen auch auf die Stärkung der Schlüsselkompetenzen, insbesondere der sozialen und interkulturellen Kompetenzen, sowie Lern- und Computerkompetenzen ab.

Die Vielfalt der beteiligten AkteurInnen bewirkt einen Schneeballeffekt und ermöglicht die rasche Multiplikation der Inhalte und Ergebnisse des Projektes in weite Teile der Gesellschaft. Gezielte Verbreitungsaktivitäten der Projektergebnisse in Kooperation mit den Partnern, mehrsprachige Projektdokumentation, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit in allen 24 Ländern auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene gewährleisten zudem mediale Präsenz und Aufmerksamkeit.